Nov
15

Mutig neue Wege gehen

Viele von uns folgen einem Weg, der nicht von Ihnen gewählt wurde. Wir ergreifen den Beruf, den unsere Eltern für uns im Sinn haben, anstatt auf unsere innere Stimme zu hören. Wir wissen selber nicht, was wir wirklich wollen und wählen den sicheren Weg, den des geringsten Widerstandes, den der Masse.
Die eigene Berufung zu entdecken, erfordert Mut und Energie. Häufig bringt uns Versuch und Irrtum zum Ziel, vorausgesetzt wir trauen uns, die fest getretenen Pfade zu verlassen.
Auch mir geht es so. Vor über einem Jahr habe ich begonnen darüber nachzudenken, was ich wirklich tun möchte. Ich habe meine Interessen hinterfragt. Was ist mir wichtig? Was lässt mich Zeit und Raum vergessen? Das Ergebnis seht Ihr hier.
Family-Zen wurde geboren, und all die Themen, über die ich hier schreibe, liegen mir sehr am Herzen. Ich halte Entschleunigung und Achtsamkeit für essentiell wichtig in unserer schnelllebigen Zeit. Viel habe ich durch Family-Zen gelernt, über die Welt, die Beziehung zu anderen Menschen und nicht zuletzt über mich. So habe ich beispielsweise erkannt, dass Bloggen (zumindest im Moment) nicht mein Weg ist. Ich möchte handfester arbeiten, im direkten Kontakt mit Menschen anstatt am Bildschirm. So wird Family-Zen in den Dornröschenschlaf versinken. Vielleicht kommt irgendwann ein Prinz daher und küsst es wieder wach, oder es schlummert hundert Jahre, während ich neue aufregende Wege gehe.
Sicherlich werde ich meiner Philosophie treu bleiben, doch das Medium wird ein anderes sein.

Ich danke allen Lesern für die aufmunternden Kommentare und emails. Hoffentlich hattet Ihr ebensoviel Freude am Lesen, wie ich am Schreiben. In der nächsten Zeit werde ich bestimmt noch häufig hier vorbeischauen, aus Neugier und Macht der Gewohnheit. Vielleicht schlüpft mir ja auch gelegentlich noch ein Artikel aus der Tastatur, aber sicherlich nicht mehr in der gewohnten Regelmäßigkeit.
Ich wünsche Euch allen das beste für Euren Weg. Wenn Ihr innerlich fühlt, dass Ihr in einer Sackgasse steckt, fasst Euch ein Herz und korrigiert den Kurs. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

 

Nov
11

Tipps für’s Wochenende: Museumsbesuch

Kennt Ihr die Museen in Eurer Umgebung? Wenn nicht, dann könnt Ihr das dieses Wochenende ändern. Schnappt Euch die ganze Familie und los geht’s. Aber macht keine steife Bildungsveranstaltung daraus. Lasst Eure Kinder nach Lust und Laune rumstöbern, so lange sie wollen. Leistungsdruck ist fehl am Platz, Spaß soll es machen. Ihr müsst nicht alle Ausstellungsstücke an einem Tag bewundern, Ihr dürft gerne wiederkommen. Vielleicht gibt es ja gerade eine interessante Ausstellung in der Gegend. Lasst Euch inspirieren durch Geschichte, Natur oder Kunst. Die Ausrichtung der Museen ist vielfältig und vom Edelstein- bis zum Flugzeugmuseum ist alles dabei.
Viel Freude beim kulturellen Wochenende.

 

Nov
08

Vorlesen auch für Große?!

Vorlesen, eine beliebte Beschäftigung für Eltern und Kleinkinder. Doch sobald die Kinder selber lesen können, kommt die Gute Nacht Geschichte aus der Mode oder wird durch Fernsehen und CD ersetzt. Schade!

Auch bei uns waren Hörbücher lange Zeit die erste Wahl vor dem Zubettgehen. Doch irgendwie haben wir die Kurve zurückgeschlagen. Nun lesen wir wieder gemeinsam im Bett, obwohl unsere Söhne mittlerweile elf und acht Jahre alt sind. Ich muss gestehen, dass ich das Vorlesen und Zuhören gleichermaßen genieße. Es ist eine gemütliche und friedvolle Zeit für die ganze Familie.

Glücklicherweise haben wir alle denselben Geschmack. Fantasy Geschichten stehen hoch im Kurs. Zur Zeit lesen wir die Chroniken von Araluen Serie. Ein echter Renner bei den Jungs hier in Neuseeland. Spannend und humorvoll geschrieben sind sie für jedes Alter ein Genuss.
Wir warten aber auch schon ungeduldig auf den vierten Band von Eragon. Die ersten drei haben uns viele Stunden unterhalten, mit wechselnden Vorlesern.

Zahlreiche Eltern seufzen hinter vorgehaltener Hand, wenn Ihre Kinder (oft Söhne) so gar kein Interesse an Büchern zeigen. Selber lesen schreckt einige Kinder einfach ab. Unser ältester Sohn liest selten etwas anderes als Comics. Er ist ein guter Leser und liebt Geschichten, aber es ist viel bequemer ein Hörbuch anzuhören, als selber die Buchstaben zu entschlüsseln.
Haben wir aber ein neues spannendes Buch gefunden, dann genießt er das Vorlesen sehr. Meist lesen wir abends im Bett vor dem Einschlafen, doch wenn es so richtig spannend wird tauchen wir auch tagsüber in die Welten zwischen den Buchdeckeln ein.

Wenn Ihr Eure lesefaulen  Teenager für Bücher begeistern möchtet, lest Ihnen vor. Wenn sie es als Kinderkram abtun, lest Euch doch gegenseitig mit Eurem Partner etwas vor. Mein Mann und ich lieben es, Geschichten vorgelesen zu bekommen. Vielleicht entdeckt Ihr ja eine neue Leidenschaft. Anstatt abends gemeinsam vor der Mattscheibe zu kleben, nehmt ein gutes Buch zur Hand. Eventuell gesellen sich Eure Kinder (selbst die älteren) dazu.

 

Nov
05

Tipps für’s Wochenende: Popcorn und ein guter Film

Na, Lust auf einen guten Film? Geht doch mal ins Kino. Das Programm sieht für die ganze Familie recht vielversprechend aus. Wie wäre es z.B. mit dem neuen Tim und Struppi Film oder dem Remake von Footlose? Ich bin sicher, dass für alle Altersklassen was dabei ist. Sollten Eure Kinder noch so klein sein, dass Kino gar nicht in Frage kommt, organisiert Euch Oma und Opa als Babysitter, und genießt einen Kinoabend in trauter Zweisamkeit.
Mit einem Topf voller Popcorn und einem leckeren Getränk ein besonderer Genuss. Früher habe ich die Großleinwand deutlich häufiger genossen, gefolgt von einer langen Filmabstinenz als die Kinder noch sehr klein waren. Heute ist ein Kinobesuch immer noch etwas besonderes, was wir uns nur selten gönnen. Aber wenn es dann mal wieder so weit ist, dann genießen wir es in vollen Zügen.

Viel Vergnügen am Wochenende!

Oct
31

Leiden anerkennen

Kinder in der Pubertät haben es schwer. Sie befinden sich in der Achterbahn der Gefühle. Im Bruchteil einer Sekunde wechseln sie von Freude zu Verzweiflung und wieder zurück. Wir Eltern stehen ratlos daneben und beobachten das emotionale Trauerspiel. Gerne helfen wir mit Ratschlägen und Lösungsvorschlägen und sind enttäuscht, wenn diese kein Gehör finden. Es sieht manchmal fast so aus, als wollten unsere Kinder sich schlecht fühlen.

Auch ich mache diesen Fehler immer wieder bei meinem Sohn. Hilfreiche Tipps zur Linderung der Notlage hüpfen mir regelrecht von der Zunge.
Gut, wenn mich dann jemand darauf aufmerksam macht, so wie heute ein Lehrer. Er betonte, wie wichtig es sei, meinem Sohn zu sagen, dass ich sehe, wie schwer er es momentan hat.
Warum kann ich mir das bloß nicht dauerhaft merken?
Immer wieder habe ich erlebt, wie heilsam das ist. Der Junge sieht so erleichtert aus, wenn ich seine Situation anerkenne. Er fühlt sich gesehen und ernst genommen. Ich brauche ihm keine Lösungen zu präsentieren. Seine Probleme anzuerkennen und darauf zu vertrauen, dass er sie bewältigt hilft meist mehr. (Natürlich kann er jederzeit Unterstützung haben, wenn er sie möchte, und das weiß er.)

Wenn ich tief in den Erinnerungen an meine Pubertät grabe, finde ich dieselben Situationen. Häufig fühlte ich mich überfordert in der Schule.Drastisch klagte ich meiner Mutter mein Leid über bevorstehende Klassenarbeiten. Sie seien so schwierig, und ich würde bestimmt eine fünf schreiben, Ihr kennt das sicherlich selber. Meistens sagte sie mir, dass ich das bestimmt schaffen würde, ….. . Ich war eine gute Schülerin und schaffte es immer, aber diese aufmunternden Reden haben mich frustriert. Ich wollte, dass mir jemand auf die Schulter klopfte, meine Last würdigte und mich verstand. Mehr nicht!
Sachlicher Rat, wie ich das Lernpensum am besten bewältigte, machte es nur schlimmer. Meine Seele brauchte Streicheleinheiten.

Falls heute Eure Teenager zu Euch kommen und ihre Sorgen mit Euch teilen, fühlt Euch geehrt, und zeigt Ihnen, dass Ihr versteht, wie sie sich fühlen.

Das was ich hier geschrieben habe gilt natürlich nicht nur für Jugendliche. Verständnis und eine Schulter zum Ausweinen sind in jedem Alter willkommen. In der Pubertät jedoch vielleicht etwas häufiger.

 

Oct
28

Tipps für’s Wochenende: Süßes vom anderen Ende der Welt

Heute möchte ich Euch einladen, eine neuseeländische Spezialität zu testen, die Pavlova. Sie ist ein Baiserkuchen, der mit Sahne und Früchten gefüllt wird.

Sowohl die Australier als auch die Neuseeländer sehen sich als Erfinder der Köstlichkeit. Mir ist egal, wo die erste Pavlova gebacken wurde. Hauptsache, sie schmeckt gut, und das tut sie. Obwohl schon das Lesen der Zutatenliste weitere Kilos auf meine Hüften bringt, ist es den Genuß wert.

Eine selbst gebackene Pavlova bereichert auch jeden deutschen Kaffeetisch. Am besten Ihr ladet noch ein paar Freunde ein, denn sie ist sehr mächtig. Im Sommer kann man die sahnige Kreation gut mit Erdbeeren verzieren, im Winter bieten sich auch tropische Früchte wie Ananas oder Mango an. Ich kann mir das Ganze auch gut mit kernlosen Weintrauben vorstellen, was zur Saison passen würde. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Viel Freude beim Backen und guten Appetit.

Oct
25

Hurra, es ist Mapa-Tag!

“Gehst Du mit Mama einkaufen?”
“Nein.”
“Gut, dann geh ich mit.”
“Dann will ich auch mitgehen.”
“Doof, dann bleibe ich halt hier.”

So, oder ähnlich verlaufen ab und an die Gespräche unserer Kinder. Frustrierend für beide, aber ein klares Zeichen, dass es mal wieder Zeit für einen Mapa-Tag ist. An diesen Tagen buchen sich die Kinder exklusiv ein Elternteil für sich alleine. Etwas unternehmen, ohne den Bruder; die ungeteilte Aufmerksamkeit von Mama oder Papa und keine Kompromisse beim Ausflugsziel. Unsere Söhne finden das paradiesisch. Jeder von beiden braucht das hin und wieder, der Große eher als der Kleine, aber das war auch schon umgekehrt.

Doch nicht nur die Kinder lieben diese Tage.

Nutzen des Mapa-Tags:

  1. Weniger Stress. Wir müssen nicht alle vier, sondern nur zwei Interessen unter einen Hut bringen. Meistens richten wir uns an diesen Tagen nach den Wünschen der Kinder. So enden wir beim Shoppen, im Wald, auf der Bowlingbahn oder beim Rugby, und das sind nur wenige Beispiele.
  2. Intensive Zweisamkeit. Wir kennen es ja selber. Wenn wir die ungeteilte Aufmerksamkeit einer geliebten Person erhalten, dann fühlen wir uns gleich viel besser. So ist ein Mapa-Tag besonders hilfreich, wenn es mit einem der Kinder gerade etwas schwierig ist.
    Er bietet Raum für Gespräche und Annäherung in entspannter Atmosphäre. Das ist Balsam für Kinder- und Elternseelen.
  3. Ein wenig Luxus. An diesen Tagen ist Verwöhnen angesagt. Wenn möglich, plant von vorne herein ein wenig Geld mit ein, dann müsst Ihr nicht die Nase rümpfen wenn der Nachwuchs um ein Eis oder eine Pommes bittet. Doch auch wenn Euer Finanzrahmen eng gesteckt ist funktioniert’s. Nehmt Proviant mit, den Ihr extra liebevoll dekoriert. Einige Anregungen findet Ihr hier und hier und natürlich hier. Denkt daran, durch die Fotos zu skrollen, es sind wirklich hübsche Ideen dabei.
  4. Miniurlaub. Betrachtet den Mapa-Tag als Kurzurlaub. Arbeiten oder andere Verpflichtungen sind tabu. Wenn möglich, schaltet das Handy aus. Ihr dürft ruhig mal einen Tag nicht erreichbar sein. Ihr werdet Euch wundern, wie erfrischend das ist.
Habt Ihr Lust bekommen? Dann plant schon heute Euren nächsten Mapa-Tag. Ich bin sicher, Eure Kinder haben reichlich Ideen. Der einzige Knackpunkt, den wir zu überwinden hatten, war als beide Kinder dasselbe Elternteil buchen wollten. Wir haben dann einfach nach der Hälfte des Tages getauscht.

Oct
21

Tipps für’s Wochenende: Packt die Nähmaschine aus

Eigentlich wollte ich, seit langem mal wieder, die Nadel summen lassen, aber dazu komme ich kaum. Das Nähfieber hat um sich gegriffen. Mein Sohn blockiert die Maschine täglich. Mehrere neue Kühlkissen, gefüllt mit Getreide, warten im Gefrierschrank auf ihren Einsatz, und die Zahl der Kissen, die unser Sofa bevölkern, steigt täglich.
Ich bin immer wieder erstaunt, was selbst jüngere Kinder zuwege bringen, wenn sie Feuer und Flamme für eine Tätigkeit sind.

Versucht es am Wochenende selber. Kauft ein paar billige Stoffreste im Second Hand Laden und einige Rollen Zwirn. Vielleicht haben Eure Kinder ja ebensoviel Interesse an der surrenden Maschine wie meine. Nach ein paar wenigen Probenähten werden sie wahrscheinlich mit eigenen Ideen aufwarten, was sie herstellen möchten. Falls nicht, hier ein paar einfache Anregungen:

  1. Kühlkissen, mit Getreide gefüllt
  2. Kissen (wird genauso genäht wie das Kühlkissen, nur größer und Ihr füllt es mit Stopfwolle)
  3. Wimpelkette
  4. Stiftrolle
  5. Schal aus Fleece (Bei diesem Link, bitte ein wenig nach unten scrollen.)
  6. Federmäppchen
  7. Stoffarmband
Ich bin mir sicher, nach wenigen Probestücken werden Euch noch viele weitere Einfälle kommen.

Oct
17

Schlafende Talente wachküssen

Morgens aus dem Bett springen, in freudiger Erwartung des Tages. Tun was man am liebsten tut, und dafür auch noch bezahlt werden. Hört sich das nicht nach einem glücklichen und erfüllten Leben an? Doch die Realität sieht häufig anders aus. Wir kämpfen uns durch einen Job, den wir nicht mögen, nur um die wenige Freizeit, die uns bleibt, mit unseren Hobbies zu versüßen. Doch selbst dafür sind wir oft zu müde, und der Funken der Lebensfreude glimmt nur noch schwach in unseren Augen.
Soll es unseren Kindern später auch so gehen? Besteht das Leben aus harter freudloser Arbeit, nur kurzzeitig unterbrochen von den Glücksmomenten, in denen wir unserer eigentlichen Bestimmung folgen?
Kennen wir unsere Bestimmung überhaput? Haben wir je unsere wirkliche Leidenschaft entdeckt? Die meisten von uns sicher nicht, oder sie haben sie auf dem Weg zum Erwachsen werden irgendwo verloren. Aber warum?

Als Kleinkinder sind wir noch frei. Wir experimentieren mit allem, was uns in die Finger kommt. Die Eltern erfreuen sich an unserem Forschergeist und lassen uns gewähren. Doch das Glück währt nur wenige Jahre. Kaum ruft die Schule, ändert sich der Anspruch. Die akadamischen Leistungen treten in den Vordergrund. Waren die Eltern im Kindergarten noch erfreut über den körperliche Energie Ihrer Sprösslinge, wird das Herumzappeln in der Schule schnell zum Problem. Lernen ist an Stillsitzen gebunden, eine Schwierigkeit für  junge ABC-Schützen.
Ein bemerkenswertes Beispiel hierzu beschreibt Ken Robinson in seinem Bestseller “In meinem Element: Wie wir von erfolgreichen Menschen lernen können, unser Potenzial zu entdecken.” Am Fallbeispiel der kleinen Gillian beschreibt er, wie ein Mädchen mit unbezwingbaren Bewegungsdrang Ihre Bestimmung fand. Als hyperaktiv und schwierig abgestempelt, wurde Gillian zum Psychologen geschickt. Heute wäre Retalin sicher ein Mittel der Wahl gewesen, um sie funktionstüchtig für die Schule zu machen. Doch glücklicherweise erkannte der Psychologe Ihre Begabung als Tänzerin. Gills Mutter folgte seinem Rat und meldete Ihre Tochter an einer Ballettschule an. Das war der Wendepunkt. Aus dem einstigen Problemkind wurde die weltberühmte Choreographin Gillian Lynn, die zusammen mit Andrew Lloyd Webber u.a. “Cats” und “Das Phantom der Oper” erschuf.

In jedem Kind schlummern Talente, wir als Eltern können helfen, sie zu erwecken und zu pflegen.

Wenn wir unseren Kindern den Weg für ein glückliches und erfülltes Leben ebnen möchten, sollten wir ihnen helfen, Ihre wahre Bestimmung zu finden. Jeder Mensch ist mit besonderen Talenten ausgestattet. Manche werden jedoch nicht als bedeutend erachtet und wertgeschätzt. Haben Kinder ein besonders Talent im Bereich Mathematik oder Literatur, herzlichen Glückwunsch. Damit ist man in der westlichen Welt fein raus. Doch Talente in einer der sogenannten brotlosen Künste sind für Eltern schon schwieriger zu verdauen. Wenn man zum dritten mal in die Schule zitiert wird, weil der Sohn unaufhörlich mit den Stiften auf dem Tisch herumtrommelt, ist es schwierig, die Begabung des Schlagzeugers in ihm willkommen zu heißen. Doch einige der erfolgreichsten Künstler dieser Welt galten als Schulversager. Albert Einstein, Paul McCartney und Mick Fleetwood sind da nur wenige Beispiele.

Das heißt nun nicht, dass wir die Schule in den Wind schreiben müssen. Wir sollten unseren Kindern aber Gelegenheit geben herauszufinden, wozu sie sich berufen fühlen. Wir können sie darin unterstützen, Ihren Weg zu gehen, auch wenn es nicht der ist, den wir uns vorgestellt haben.

So können wir unseren Kindern helfen, Ihre wahre Bestimmung zu finden:

  1. Achtsamkeit. Versucht, die Talente und Vorlieben Eurer Kinder zu erkennen. Schafft Ihnen ein Umfeld, in denen sie diese nach ihrem eigenen Drang ausleben können. Wenn Kinder lieben, was sie tun, dann müssen sie nicht von uns angetrieben werden.
  2. Angebote. Eine Leidenschaft für etwas zu entwickeln braucht auch  die richtige Gelegenheit. Wer weiß schon wie viele talentierte Skifahrer in Ägypten nie entdeckt wurden, nur weil ihnen der Schnee fehlt. Macht Euren Kindern Angebote. Probiert gemeinsam mit Ihnen neue Dinge aus. Wer weiß, vielleicht entdeckt auch Ihr dabei Eure wahre Bestimmung. Aber Vorsicht: Seid nicht zu ehrgeizig, sonst endet Ihr schnell im gefürchteten Freizeitstress. Angebote lauern überall. Wenn Eure Kinder an etwas interessiert sind, dann braucht es keine Holzhammermethoden. Warum besorgt Ihr nicht regelmäßig einen Schwung Bücher aus der Bücherei zu verschiedenen Themen. Platziert sie gut sichtbar im Raum, dann können Eure Kinder darüber stolpern (oder nicht).
    Versucht die Angebote an den Interessen Eures Nachwuchses auszurichten. Besucht mit musikinteressierten Kindern Konzerte,  mit handwerklich begabten Kunstmärkte und mit sportbegeisterten das Stadion. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was Spaß macht.
  3. Hinterfragt die Gewohnheiten Eurer Kinder. Gibt es ein Verhalten, das bei Euren Söhnen oder Töchtern sehr ausgeprägt ist? Vielleicht sind sie absolute Tagträumer und leben in ihrer eigenen Phatasiewelt. Für die Schule hinderlich, doch lasst Ihr Euch nicht gern von guten Geschichten, Büchern und Filmen verzaubern? Ganze Welten, wie bei “Avatar” oder “Dem Herrn der Ringe” sind der Vorstellungskraft eines einzelnen Individuums entsprungen. Vielleicht hätte der Nachwuchs ja Freude daran die Geschichten aufzuschreiben oder auf Band zu sprechen. Vielleicht aber auch nicht.
  4. Offenheit. Seid offen für die Wege, die Eure Kinder einschlagen. Ermutigt und unterstützt sie auf Ihrem Kurs. Zwingt sie nicht, Euren Fusstapfen zu folgen. Am leichtesten geht das, wenn Ihr Bewertungen aus dem Spiel lasst. Erachtet jeden Beruf als gleich wertvoll. Dann habt Ihr keinen Grund, Eure Kinder zum Studium zu drängeln, während sie lieber als Straßenmusiker die Welt bereisen.

 

 

Oct
14

Tipps für’s Wochenende: Schweizer Abend

Wer kennt nicht Asterix bei den Schweizern? Das große Käsefondue, wo jeder, der sein Stück Brot verliert Stockschläge erntet oder  im See landet ist immer wieder lustig. Doch so soll es bei uns natürlich nicht zugehen. Aber gegen ein leckeres Käsefondue ist dieses Wochenende nichts einzuwenden.

Besorgt Euch knuspriges Baguette und ein Käsefondueset  (Vielleicht könnt Ihr Euch eins bei Freunden leihen wenn Ihr keins habt?). Dann entscheidet Euch für ein Rezept, dass Euch das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und legt los. Wer es weniger aufwendig möchte oder nicht die entsprechende Ausrüstung findet, der kann auch auf Ofenkäse ausweichen. Gebt nur Eure Postleitzahl ein, und lasst Euch anzeigen wo Ihr den Käse bekommen könnt. Ich selber habe den Ofenkäse auch schon getestet. Er schmeckt sehr lecker und ist eine gute Alternative. So hat jeder sein eigenes kleines Käsefondue auf dem Teller.
Denkt daran, das Auge ist mit. Dekoriert Euren Tisch. Warum nicht im Schweizer rot/weiß outfit? Ich wette Euren Kindern fällt was dazu ein.

Viel Spaß und guten Appetit.

 

 

 

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